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Hilfe zur Selbsthilfe

Wissen wächst heutzutage in einer Geschwindigkeit, wie nie zuvor in der Geschichte. Das bedeutet aber auch, dass das Wissen, was ich mir gestern angeeignet habe, morgen schon wertlos sein kann. Was zunächst problematisch erscheint, lässt sich jedoch sehr einfach lösen indem wir umdenken. Die alte Strategie, sich einmal Wissen anzueignen und das dann längerfristig anzuwenden, funktioniert heute nicht mehr. Was wir brauchen ist eine neue Strategie mit Informationen umzugehen. Wir brauchen ein Update!

Neuer Ansatz, neue Ergebnisse

Einstein prägte den Spruch, dass wir Probleme nicht mit der gleichen Denkweise lösen können, welche sie geschaffen haben. Das trifft den Kern der Sache.

Auf unseren Kontext des Wissenserhalts in schnellebigen Internetzeiten umgemünzt bedeutet es, dass wir einen komplett anderen Umgang mit Informationen brauchen. Wir brauchen kein Megawissenspeicher mehr im Kopf zu haben, der sowieso veraltet. Wir brauchen aber ein grundsätzliches Verständnis von Zusammenhängen, um danach recherieren zu können. Also wissen, wie man zu Wissen kommt und das entsprechend formulieren können. Denn Suchmaschinen wie Google, Startpage oder Brave brauchen noch immer Texteingaben um etwas finden zu können. Suchmaschinen ermöglichen uns den Zugang zu Wissen, wir müssen aber auch lernen damit umzugehen, denn sonst sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr…

Wie funktionieren eigentlich Suchmaschinen?

Eigentlich ist es ganz einfach. So genannte Spider („Spinnen“) gehen von Website zu Website und indizieren dort den Inhalt. Sie schauen also, welche Wörter kommen wie oft vor und führen eine Statistik über die Website, was wie oft vorkommt. Beispiel: eine Webseite die sehr oft das Wort „Gemüse“ verwendet, hat aus Sicht der Suchmaschine mehr mit Gemüse zu tun als eine Website, wo es hauptsächlich um E-Mobilität geht und in einem Fahrbericht das Wort „Gemüsefeld“ vorkommt.
Über die Links auf andere Seiten geht das Spiderprogramm weiter zu den nächsten Websiten und sieht also, welche Webseiten mit welchen verlinkt sind. Das ist nachher beim Suchergebnis spannend. Hat eine Webseite viel mehr Verlinkungen als eine andere, ist diese Webseite wahrscheinlich relavanter zu einem Thema. Das ist der Grund, warum das verlinken so wichtig ist.

Und wie funktioniert eine Suche online?

Genau anders herum wie Suchmaschinen arbeiten. Du gibst Suchbegriffe ein wie „Excel Pivot Tabelle erstellen“ und die Suchmaschine sucht dir mögliche Einträge heraus. Also Webseiten, welche die von dir eingegebenen Begriffe enthalten. Und je öfters auf diese mögliche Website verlinkt wurde, desto relevanter ist diese im Regelfall und wird in der Präsentation der Suchergebnisse weiter oben angezeigt. Das ist die grobe Funktionsweise von Suchmaschinen.
Fairerweise soll auch erwähnt werden, dass die Art und Weise wie zum Beispiel Google die Webseiten bewertet, wesentlich komplexer und auch ein Unternehmensgeheimnis ist. Wie genau das passiert, wissen nur sehr wenige Menschen.

Was bringt mir das?

Wichtig für dich zu verstehen ist, dass du heute nicht mehr alles wissen kannst, du aber jederzeit die Möglichkeit hast, dir Wissen anzueignen bzw. danach zu suchen online. Da sich diese Tatsache nicht mehr ändern wird, sondern sich vermutlich noch wesentlich mehr ausprägt, ist jetzt ein guter Zeitpunkt um deine Informationsstrategie anzupassen bzw. upzudaten. Es bringt dir, dass du die Anforderungen von morgen heute schon verstehst und umsetzen kannst.  Es bringt dir, dass du morgen nicht überrollt wirst von genau dieser Art mit Informationen umzugehen, welche dann bereits Standard sein wird.

Wie mache ich das?

Als erstes solltest du das Problem klar benennen können. Mit „es geht nicht“ wirst du keinen Erfolg haben. Wenn du aber nach „Excel Pivot Tabelle einfügen geht nicht“ suchst, hast du wesentlich bessere Chancen ein brauchbares Ergebnis zu finden. Klarheit was du suchst bzw. was das Problem ist, wäre also der erste Schritt.

Der zweite Schritt ist das bewerten der Informationen. Suchmaschinen liefern dir keine Wahrheiten, sondern einfach Ergebnisse, die zu deinen Suchbegriffen passen. Das ist elemenar zu verstehen, da jede Person im Internet Inhalte veröffentlichen kann, deren Informationsgehalt stark schwankt – Stichwort Fake News.  Seriöse Webseiten von bekannten Institutionen sind tendenziell eine bessere Informationsquelle als eine Facebookgruppe. Medienkompetenz ist ein ganz wichtiger Faktor bei der Verwendung von Suchmaschinen im Internet. Hinterfrage die Quelle und den Inhalt, dann bist du schon auf einem guten Weg.

Was vielleicht erstmal uninteressant klingt, kann ein ganz wertvoller Tipp sein. Das Internet endet nicht nach der ersten Seite der Suchergebnisse und die ersten Suchergebnisse sind nicht umbedingt die allerbesten. Meist lohnt es sich auch zu schauen, was auf den Seiten 2,3,… noch zu finden ist. Das trifft ganz besonders bei ungewöhnlichen Fragen oder Problemen zu.

Einfach mal machen!

Was mit viel Text hier beschrieben wurde, liese sich auch so formulieren: probiere es einfach mal. Versuch und Irrtum werden dich zum Erfolg führen. Und natürlich geht das auch mal schief oder es kommen falsche Ergebnisse dabei heraus. Das gehört dazu. Absolute Sicherheit, dass die Dinge so sind, wie eine Youtube-Video das erklärt, gibt es nicht. Vielleicht ist das Wissen auch schon wieder veraltet. Das wesentliche Konzept ist es, Dinge auszuprobieren. Und zwar in einem sicheren Rahmen auszuprobieren. Du bist dir nicht sicher, ob das so geht oder dir vielleicht deine Datei zerschießt? Mache eine Sicherheitkopie bevor du dich ausprobierst und teste es an dieser Kopie. Wenn das geklappt hat wie gewünscht, kannst du die eigentliche Datei bearbeiten. Das ist das Prinzip des Backups. Egal was schief läuft, du hast ja noch das Backup 😉

 

Üben, üben, üben

Die Grundidee hast du. Jetzt ist es an der Zeit, das umzusetzen. Probiere es einfach mal. Bevor du die KollegIn um Hilfe frägst, versuche selbst das Problem zu benennen und entsprechend die Lösung dafür zu suchen.  Wichtig ist die Geisteshaltung zu ändern und nicht reflexartig jemanden anzurufen/anmailen, wenn ein Problem auftritt. Versuche es selbst zu lösen. Wenn es gar nicht klappt, kannst du immer noch nach Hilfe fragen. Mit der Zeit verselbstständigt sich diese Strategie und vieles wird dir leichter fallen. Denn der Druck alles wissen zu müssen ist nicht mehr vorhanden bzw. kann mit den technischen Möglichkeiten abgemildert werden.

Frage dich mal selbst: würdest du heute noch ohne Navigation verreisen wollen? So richtig oldschool mit verknitterter Landkarte und so? Das gleiche trifft heute auf so ziemlich jedes Problem zu. Den Zugang zur Lösung haben wir in Form eines Smartphones dabei. Wir müssen es nur anwenden.

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